E-Sport boomt aber wird nicht als Sport anerkannt

Der E-Sport boomt und sorgt für begeisterte Zuschauer, ausverkaufte Hallen und rasant anwachsende Umsätze. Für die Spieler ist er zudem ein Riesengeschäft. Was einst ein Nischensport war, ist heute ein breiter Öffentlichkeitssport. Die Spieler messen sich in Turnieren miteinander. Es gibt mittlerweile sogar eine Electronic Sports League, kurz ESL, die weltweit Wettbewerbe mit Computerspielen ausrichtet. Wenn ein Turnier stattfindet, dann gibt es eine Bühne, auf der Teams von meistens fünf Mitgliedern gegeneinander antreten. Die Games werden per Großleinwand übertragen und auch im Internet lässt sich das Turnier live mitverfolgen. Das derzeit populärste E-Sport-Turnier ist das „The International“ in Australien. Dort zocken Spieler um rund 25 Millionen Euro Preisgeld. Das zeigt, dass die Begeisterung für professionelles Zocken längst mehr als nur ein Trend ist. Besonders junge Menschen finden E-Sport cool. Selbst Medienunternehmen und Fußballvereine sponsern diesen Sport.

 

Bildergebnis für E-Sport

 

Die beliebtesten Computerspiele im E-Sport

 

Auch wenn es der Name vermuten lassen würde, die beliebtesten Computergames im Bereich E-Sport haben wenig mit Sport zu tun. Zwar gehören Sporttitel wie „FIFA“ zum Repertoire der populärsten E-Sport-Spiele, (jedes Jahr wird eine neue Version herausgebracht), die auch in zahlreichen Turnieren gezockt werden, doch die Gamer messen sich ebenso zu Egoshootern wie Counter Strike, League of Legends sowie Doha. Hier benötigen sie einen ruhigen Puls und viel Fingerspitzengefühl. Weiterhin werden auf den Turnieren und Wettkämpfen Strategiespiele wie  War Craft III oder CS:Go gezockt, die den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen lassen. Das zeigt die große Vielfalt des E-Sports. Denn Computer-Wettkämpfe sind nicht nur mit Fußballspielen, sondern auch mit vielen anderen Games möglich. Egoshooter möglich.

 

Teams im E-Sport

 

In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund eine Million Spieler in mehr als 35.000 Teams organisiert. Diese Teams konzentrieren sich auf verschiedene Games und werden als Clans bezeichnet. Untergruppen dieser Teams werden als Squads bezeichnet. Sie haben sich im Gegensatz zu den Clans auf ein bestimmtes Game fokussiert. Die ESL ist die in Europa wichtigste Liga. Darüber hinaus gibt es eine weitere Liga, welche weltweit vertreten ist. Sie nennt sich WCG (World Cyber Games). Beide Ligen tragen Qualifikationsrunden online aus. Die Teams, die sich qualifizieren, treffen sich zu den Live-Wettkämpfen. Interessant ist, dass in den Teams viele Frauen vertreten sind. Statistiken zeigen, dass etwa die Hälfte der deutschen Zocker Frauen sind. Das durchschnittliche Alter eines E-Sportlers beträgt 36 Jahre. Aber es gibt auch ältere Gamer.

 

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Bis vor Kurzem verdienten Profispieler relativ wenig Geld. Doch mittlerweile kassieren Gewinner und Siegerteams mehrere Millionen Euro an Preisgeldern. Nicht selten liegt die Summe bei über 20 Millionen Euro. Die Spieler sind so populär geworden, dass sie zu den einflussreichsten Influenzern der Welt gehören.

 

Fans wetten online auf E-Sport

 

Die besten Teams sind so bekannt, dass sie ganze Hallen füllen. Online lassen sich die Wettkämpfe per Twitch-TV live miterleben. Zudem haben Fans die Möglichkeit, in Online Casinos, die Sportwetten anbieten, einen Tipp auf das Lieblingsteam abzugeben. Wer sich ein bisschen mehr mit den Internetwetten beschäftigt, kann bei den Anbietern beste Casino Boni abräumen, mit diesen kostenlos zocken und hohe Gewinne erzielen. Viele dieser Boni lassen sich sowohl für Sportwetten als auch für Casinogames nutzen. In den Online Casinos können Fans zudem per Live-Stream die Games in Echtzeit mitverfolgten und dabei eine Wette abgeben. Laut Medienberichten zufolge haben das WM-Finale von League of Legends mehr als 205 Millionen Menschen verfolgt.

 

Ist E-Sport denn eine offizielle Sportart?

 

E-Sport wird noch nicht als offizielle Sportart anerkannt. Allerdings soll sich das im Jahr 2020 ändern. Bei den Asienspielen erhält E-Sport den Rang einer offiziellen Sportart. In Deutschland stehen Politiker dem E-Sport noch kritisch gegenüber. Obwohl viele wichtige Sportvereine und Fußballvereine einen E-Sport-Bereich eröffnet haben. Der deutsche Olympische Sportbund weigert sich, diesen Sport aufzunehmen. Er unterstützt bisher lediglich sportliche Spiele wie FIFA 19. Für gewaltsame Spiele und Egoshooter wie Counter Strike hat der Sportbund leider keine Anerkennung. Das ist schade, denn die meisten E-Sport Games sind weltweit verbreitet und werden von Millionen Spielern gezockt. Damit grenzt der DOSB viele professionelle Zocker aus, die in E-Sport Wettkämpfen gegeneinander antreten.

 

Fazit: E-Sport sollte als Sport anerkannt werden

 

Sportwissenschaftler sehen das anders als der DOSB und die Politiker. Für sie ist E-Sport eine anstrengende Sache. Spieler, die ein Turnier bestreiten, bewegen sich rund 300-mal pro Minute. Der Stressfaktor lasse sich mit einem Elfmeterschießen bei der WM vergleichen. Außerdem schlägt das Herz wie das eines Formel-1 Fahrers bis zu 150-mal pro Minute. Dazu kommen technische und taktische Fähigkeiten. Für die Wissenschaftler ist die Sache klar: E-Sport ist ein Sport und sollte auch als solcher anerkannt werden. Schon mehr als 100 Vereine bieten E-Sport in Deutschland an. Tendenz steigend. Lange lässt sich der E-Sport also nicht mehr ignorieren.

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